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An die Arbeit! So klappt der Wiedereinstieg ins Berufsleben

DSA Mag. Gabriela Grabmayr, MA

Foto: rawpixel/Pixabay
Der Weg zurück an Ihren Arbeitsplatz ist ein besonderer. Nach der langen Pause herrscht oft eine Mischung aus Vorfreude und Bauchweh. Schaffe ich den Job? Was hat sich alles im Betrieb getan? Wie funktioniert das mit den Kollegen?

Zumindest was die finanziellen und arbeitsrechtlichen Aspekte betrifft, gibt es einige interessante Unterstützungsangebote, die Sie bei Ihrem Wiedereinstieg in Anspruch nehmen können.

Schritt für Schritt zurück

Wenn Sie Ihren Beruf auch nach der Therapie ausüben können, dann existiert die Möglichkeit der Wiedereingliederungsteilzeit. Diese wird leider noch nicht von allen Krankenkassen unterstützt und es besteht auch kein Rechtsanspruch darauf. Aber einen Versuch ist es allemal wert. Denn sollte Ihr Arbeitgeber zustimmen, haben Sie mit diesem Arbeitsmodell die Chance, Schritt für Schritt wieder in Ihrem Beruf Fuß zu fassen.

Die Wiedereingliederungsteilzeit ist für Sie eine gute Wahl, wenn Sie vorher Vollzeit gearbeitet haben, sich aber dieses Ausmaß nach dem längeren Krankenstand noch nicht zutrauen.

Sie müssen mindestens zwölf Stunden in der Woche arbeiten (also über der Geringfügigkeitsgrenze liegen) und mindestens sechs Wochen im Krankenstand gewesen sein. Außerdem ist eine chefärztliche Untersuchung nötig.

Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, dann können Sie mit dem Chef ein individuelles Teilzeitmodell für sechs Monate (plus drei Monate Verlängerung, falls nötig) vereinbaren. Die Stundenreduktion wird über das Wiedereingliederungsgeld abgedeckt.

Wie sieht das in der Praxis aus? Ein Beispiel:

Susanne arbeitet statt der üblichen 40 Stunden in der Woche im Zuge der Wiedereingliederungsteilzeit nur mehr 30 Stunden. Für diese 30 Stunden erhält sie aliquot ihr reguläres Gehalt. Die restlichen 10 Stunden bekommt sie über das Wiedereingliederungsgeld von der Krankenkasse. Dieser Betrag ist nicht ganz so hoch, wie das normalen Gehalt, sondern liegt in etwa beim erhöhten Krankengeld. Aber in Summe steigt Susanne trotzdem deutlich besser aus, als bei einem „normalen“ Wechsel von Vollzeit auf Teilzeit.

Es geht auch anders

Oft kann oder will der Chef die Wiedereingliederungsteilzeit nicht umsetzen. In dieser Situation kann der im Krankenstand angesammelten Urlaub nach und nach abgebaut werden.

Auch hier kommt es auf die individuelle Vereinbarung zwischen Ihnen und Ihrem Arbeitgeber an. Es finden sich aber erfahrungsgemäß unterschiedlichste Lösungen:

  • Manche teilen sich die Arbeitswoche und nehmen sich immer am Mittwoch frei.
  • Andere hingegen verlängern das Wochenende um den Freitag und Montag.
  • Wieder andere bauen auch stundenweise den Urlaub ab und hören jeden Tag zwei Stunden früher zu arbeiten auf.

Diese Lösungen laufen meist so lange, bis der angesammelte Urlaub aufgebraucht wurde.

Und es geht auch ganz anders

Sollte der Wiedereinstieg in den bisherigen Beruf nicht möglich sein, können Sie eine Umschulung beantragen. In diesem Fall erhalten Sie vom AMS – abhängig von der Zugehörigkeitsdauer zum Unternehmen – für sechs Monate etwa 85-95% Ihres Letztbezugs. Diese finanzielle Unterstützung sinkt allerdings, je länger Sie wegen Ihres Gesundheitszustandes und der daraus resultierenden Arbeitsunfähigkeit zuhause bleiben müssen.

Haben Sie noch Fragen? Ich helfe Ihnen gerne weiter.

Themen: Beratung
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