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Krebs und Studium – Wie man alles unter einen Hut bringt

Ella Koen

Foto: StartupStockPhotos/Pixabay
Raus aus dem Elternhaus und rein in das unabhängige, abenteuerliche Studentenleben. Doch plötzlich: Diagnose Krebs. Welche Unterstützung Studentinnen und Studenten in solchen schweren Situationen bekommen.

Anlaufstellen

Als erster Schritt ist ein Termin bei der Studienservicestelle an der Universität ratsam. Diese kann bei vielen Fragen Klarheit schaffen und spezifischere Anlaufstellen empfehlen. Dazu zählt auch Uniability. Diese Arbeitsgemeinschaft setzt sich für Menschen mit Beeinträchtigung und chronischen Erkrankungen ein.

Wer nicht weiß, mit wem er über seine Sorgen sprechen soll, ist beim ÖH-Pilotenprojekt Peer Gruppentherapie gut aufgehoben. Dieses wenig bekannte Projekt vermittelt zwischen Studentinnen und Studenten, die sich in derselben Situation befinden. Nicht nur der Austausch von Erfahrungen, sondern auch das Gefühl von Gemeinschaft stehen im Vordergrund.

Unterstützung durch ÖH und Universität

Natürlich spielen in so einer Situation auch finanzielle Fragen eine große Rolle. Die ÖH (“Österreichische HochschülerInnenschaft”) bietet finanzielle Unterstützungen:

  • Wen eine Studentin oder ein Student aufgrund einer chronischen Erkrankung verhindert ist an Vorlesungen und Prüfungen teilzunehmen, erlässt die ÖH den Studienbeitrag von ca. 20€ pro Semester.
  • Bei hohen medizinischen Kosten kann eine Unterstützung aus dem ÖH-Sozialfonds beantragt werden.

Für chronisch kranke Menschen erhöhen Universitäten übrigens das Maximalalter für den Beginn des Studiums von 30 auf 35 Jahre.

Beurlaubung und Familienbeihilfe

Wachsen die Krankenhausaufenthalte und das Studium den Studierenden über den Kopf, ist es ratsam, eine Beurlaubung vom Studium zu beantragen. Diese Unterbrechung von maximal zwei Semester hat wesentlich mehr Vorzüge als einfach für eine Zeit lang nicht mehr weiter zu studieren. Ein großer Vorteil ist, dass die Familienbeihilfe bei nicht erfüllter Anzahl der ECTS-Punkte nicht zurückzuzahlen ist. Unter anderem wird die Unterbrechung nicht an die Mindeststudienzeit gerechnet und die Zulassung erlischt nicht.

Themen: Beratung
  • "Ich konnte 1,4 kg Muskelmasse zugewinnen"

    „Das breit gefächerte Angebot der ambulanten onkologischen Rehabilitation, das sogar BIA-Messungen und Leistungsdiagnostik mit einschließt, schätze ich besonders. Ich konnte von erster zu zweiter Reha bereits 1,4 kg Muskelmasse zugewinnen.“ (Nadja Kapeller (36), aus Linz, über die ambulante onkologische Rehabilitation)

  • "Die Rückkehr in den Alltag fällt leichter"

    „Mein Arzt erzählte mir nach Abschluss meiner Darmkrebsbehandlung von der ambulanten onkologischen Reha. Dafür bin ich ihm heute noch sehr dankbar. Mit der Rehabilitation begann der Wiedereintritt in mein Alltagsleben, die Rückkehr zur Normalität. Ich hatte das Gefühl, aktiv an meiner Genesung mitzuwirken.“ (Ingeborg, Teilnehmerin an der ambulanten onkologischen Rehabilitation)