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Was Sie über Schönheits-Operationen wissen sollten

Redaktion selbertun.at

Foto: Victoria Strukovskaya/Unsplash
Es gibt Krebspatienten, die sich vor oder nach einer Therapie einer Schönheits-OP unterziehen möchten. Etwa, wenn ein Basaliom im Gesicht behandelt wurde. Frauen, die positiv auf die Brustkrebs-Gene BRCA 1 und BRCA 2 getestet wurden, wenden sich ebenfalls an die Plastische Chirurgie. Sie lassen sich – nach dem Vorbild Angelina Jolie – vorsorglich die Brüste entfernen und wiederaufbauen.

Doch vor diesen Eingriffen ist es wichtig, sich eingehend zu informieren – nicht nur über die Risiken oder das erhoffte „Ergebnis“, sondern auch darüber, ob der oder die Chirurg/in die dafür nötige Erfahrung mitbringt.

Warum Krebspatienten Spezialisten brauchen

Schönheits-Operationen bei Krebspatienten setzen nämlich umfangreiches Spezialwissen voraus. Um beim eingangs erwähnten Beispiel der Brustrekonstruktion zu bleiben: Bei Patientinnen, die genetisch vorbelastet sind, muss beispielsweise das komplette Brustdrüsengewebe entfernt werden. Verbleibt mehr Brustdrüsengewebe über, so besteht ein höheres Krebsrisiko als das ohnehin bestehende. Die Brust-Operation wäre somit mehr oder weniger umsonst. Zudem sollte die Klinik mehrere Möglichkeiten der Rekonstruktion bieten, aus denen die Patientinnen wählen können.

Ein guter Plastischer Chirurg braucht aus diesem Grund mehr, als nur Erfahrung im Umgang mit Brustimplantaten und anderen ästhetischen Maßnahmen – er muss auch die Krebserkrankung und deren Therapie verstehen.

Wie finden Krebspatienten einen guten Plastischen Chirurgen?

Leider gibt es kein offizielles Zertifikat, das Plastische Chirurgen mit Krebs-Expertise ausweist. Aus diesem Grund haben wir Ihnen einige Anhaltspunkte zusammengestellt, die Ihnen helfen sollen, den richtigen Experten zu finden.

1)Fragen Sie im behandelnden Krankenhaus
Grundsätzlich sind Sie mit Ihren Fragen und Wünschen zu einer Schönheits-OP in einem onkologisch versierten Krankenhaus gut aufgehoben. Dort finden Sie in der Regel mehr Behandlungsmöglichkeiten – bei der Brustrekonstruktion ist neben Implantaten beispielsweise auch ein Aufbau mit Eigengewebe möglich. Die Plastische Chirurgie ist außerdem stets im engen Austausch mit allen Abteilungen, in denen Krebspatienten behandelt werden, und nimmt auch an den Tumorboards teil. Die Kosten einer Brustrekonstruktion und in der Regel auch etwaige Folgeoperationen (beispielsweise Angleichungen oder Narbenkorrekturen) werden von der Krankenkasse übernommen.

2)Niedergelassene Plastische Chirurgen sollten mit dem Krankenhaus zusammenarbeiten
Wenn Sie lieber außerhalb des Krankenhauses zu einem Plastischen Chirurgen gehen wollen, sollte dieser gut mit „Ihrem“ Krankenhaus vernetzt sein oder – neben seiner Praxis – in diesem oder einem anderen, ebenso kompetenten Krankenhaus arbeiten. Derzeit gibt es keine Kassenverträge für Plastische Chirurgen, womit sämtliche Leistungen zunächst vom Patienten getragen werden müssen. Ob die Krankenkassen im Nachhinein Kosten refundieren, die über das Krankenhaus direkt verrechnet werden können, ist ungewiss.

3) Erlauben Sie sich, kritisch zu sein
Der bzw. die Plastische Chirurg/in sollte täglich mit Krebspatienten und den entsprechenden Operationen zu tun haben. Dadurch ist eine laufende Weiterbildung nötig – und zwar nicht nur im ästhetischen Bereich, sondern auch in der Krebstherapie. Das kommt Ihnen zu Gute. Auf der Website oder den Social-Media-Kanälen finden Sie immer wieder Hinweise, ob der Plastische Chirurg im onkologischen Bereich kompetent ist. Halten Sie gezielt Ausschau nach Blogbeiträgen zu Krebsthemen, Hinweisen auf eine entsprechende Weiterbildung und dergleichen.

4) Seien Sie skeptisch bei Vorher-Nachher-Fotos!
Gerade online ist es bei manchen Plastischen Chirurgen eine beliebte Methode, die Kompetenz mit sogenannten Vorher-Nachher-Fotos zu belegen. Diese sollten Sie aber kritisch betrachten. Erstens, kann Ihnen kein Plastischer Chirurg versprechen, dass Sie ein genauso gutes Ergebnis erhalten werden. Und zweitens ist es kaum möglich herauszufinden, woher die Fotos stammen beziehungsweise ob diese bearbeitet wurden.

Themen: Beratung
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