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Mit dieser Checkliste erkennen Sie seriöse Komplementärmedizin

Dr. Thomas Leitner

Foto: nordwood/unsplash
Etwas Gutes für sich selber tun, neue Perspektiven finden und wieder zu Kräften kommen. Es gibt viele Gründe, warum Menschen nach einer Krebstherapie weitere Behandlungsmöglichkeiten suchen.

Vielleicht haben auch Sie sich selber schon mit Komplementärmedizin beschäftigt und dabei bemerkt, dass zahlreiche Anbieter um Ihre Gunst buhlen. Bei so viel Auswahl ist es schwierig, den Überblick zu bewahren und Gutes von Schlechtem zu trennen.

Unsere Checkliste soll Ihnen eine kleine Orientierungshilfe bieten, damit Sie die beste Unterstützung finden.

  1. Falsche Heilsversprechen.
    Wenn Ihnen versprochen wird, dass mit einer Methode oder einem Wirkstoff alle Krebsarten bei allen Patienten in jedem Stadium geheilt werden, sollten Sie unbedingt die Finger davon lassen. Anbieter, die mit derartigen Superlativen um sich werfen, führen meist nichts Gutes im Schilde! Gleiches gilt auch für jene, die sich als „Experten“ für alle denkbaren Krankheiten ausgeben. Ein „Zaubermittel“, das jede Krankheit heilt, gibt es leider nicht.

    Seriöse Anbieter helfen Ihnen beispielsweise, bestimmte Nebenwirkungen der Krebstherapie zu reduzieren – mit anerkannten und wirksamen Methoden.

  2. Geheimniskrämerei.
    Manche Anbieter sprechen von geheimen Quellen, denen die Behandlung zugrunde liegt. Jeder seriöse Anbieter gibt Ihnen auf Wunsch ausführliche Unterlagen in die Hand, damit Sie diese von anderen Ärzten bzw. Experten beurteilen lassen können. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie einen weiten Bogen um das Angebot machen. Da hat jemand etwas vor Ihnen zu verbergen.

    Seriöse Anbieter geben Ihnen ausführliche Informationen über die Behandlung.

  3. Geld im Voraus.
    Wenn Sie vor der Behandlung zahlen müssen, vielleicht sogar in bar, dann sollten Sie Abstand von diesem Angebot nehmen. Aus ethischen Gründen muss zuerst die kompetente Beratung stehen, dann wird die Leistung erbracht und erst im Anschluss (etwa nach jeder Einheit, manchmal auch nach einer Behandlungsserie) wird diese bezahlt. Warum? Weil Sie sonst bei unerwünschten Wirkungen oder Nichterfolg keine Handhabe mehr haben, Ihr Geld zurückzubekommen.

    Seriöse Anbieter informieren Sie transparent über Kosten, möglichen Therapieerfolg sowie etwaigen Risiken und stellen die Rechnung erst nach erfolgter Behandlung.

  4. Dubioser Vertrieb.
    Wenn diverse Präparate nur online bzw. im Ausland bestellt werden können, ist ebenso Vorsicht angebracht. Die Qualität der Produkte ist häufig fragwürdig. Hygienestandards werden mancherorts grob missachtet und in manchen Fällen sind derartige Produkte sogar aufgrund des Einsatzes von Pestiziden in der Landwirtschaft mit Schadstoffen verunreinigt. Damit tun Sie Ihrer Gesundheit keinen Gefallen.

    Seriöse Anbieter nutzen Präparate aus zuverlässigen, geprüften Quellen.

  5. Pseudowissenschaftliche Theorien.
    Unseriöse, oft verschwörungstheoretische und/oder esoterische Aussagen, aus dem Zusammenhang gerissene Zitate, unbrauchbare Studien, längst widerlegte Legenden, immer wieder aufgewärmte Falschmeldungen sowie halbwahre Patientenberichte sind häufig sehr schwer zu durchschauen. Wenn Ihnen ein Anbieter eine „Weltsicht“ verkaufen will – oft mit einer entsprechend aggressiven Wortwahl kombiniert – dann ist besondere Skepsis angebracht. Die einzigen „Gegner“ sollten die Krebszellen sein – und nicht die tausenden Menschen weltweit, die jeden Tag daran arbeiten, Menschenleben zu retten.

    Seriöse Anbieter arbeiten nur mit verlässlichen Quellen, belegbaren Fakten und ohne Konstruktion von Feindbildern jedweder Art.

Unser Tipp

Seien Sie kritisch und stellen Sie Fragen, Fragen und Fragen!
Das gilt für komplementärmedizinische wie „alternative“ Angebote, aber genauso auch für die Schulmedizin. Fragen Sie den behandelnden Arzt oder Anbieter, wenn Ihnen etwas unklar ist und lassen Sie sich ausführlich informieren. Holen Sie sich im Zweifel eine unabhängige zweite Meinung ein. Es ist Ihr gutes Recht!

Themen: Komplementärmedizin, Beratung
  • "Die Rückkehr in den Alltag fällt leichter"

    „Mein Arzt erzählte mir nach Abschluss meiner Darmkrebsbehandlung von der ambulanten onkologischen Reha. Dafür bin ich ihm heute noch sehr dankbar. Mit der Rehabilitation begann der Wiedereintritt in mein Alltagsleben, die Rückkehr zur Normalität. Ich hatte das Gefühl, aktiv an meiner Genesung mitzuwirken.“ (Ingeborg, Teilnehmerin an der ambulanten onkologischen Rehabilitation)

  • "Ich konnte 1,4 kg Muskelmasse zugewinnen"

    „Das breit gefächerte Angebot der ambulanten onkologischen Rehabilitation, das sogar BIA-Messungen und Leistungsdiagnostik mit einschließt, schätze ich besonders. Ich konnte von erster zu zweiter Reha bereits 1,4 kg Muskelmasse zugewinnen.“ (Nadja Kapeller (36), aus Linz, über die ambulante onkologische Rehabilitation)

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