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Was Sie bei Haustieren beachten sollten

Ass. Dr. Manuel Orlinger

Foto: Seaq68/Pixabay
Nach einer Krebstherapie ist der Körper vorübergehend geschwächt. Besonders das Immunsystem kann in Mitleidenschaft gezogen werden. Im Zuge einer Chemotherapie reduziert sich in vielen Fällen die Anzahl der für die Abwehr von Krankheitserregern so wichtigen weißen Blutkörperchen auf ein kritisches Niveau. Das hat zur Konsequenz, dass sogar eher harmlose Erreger für Probleme sorgen können.

Dem richtigen Umgang mit Hund, Katze und Co sollte deshalb besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Haustiere haben eine andere Keimbelastung als der Mensch. Ist der Tierhalter gesund, hat der Kontakt mit Tieren unter Umständen sogar einen positiven Effekt auf die Abwehrkräfte von „Herrchen“ oder „Frauchen“, beispielsweise was die Entwicklung von Allergien betrifft.[1] Bei Menschen, die sich einer Chemotherapie/Antikörpertherapie unterziehen oder diese abgeschlossen haben ist jedoch alles etwas anders.

Was Sie im Umgang mit Haustieren beachten müssen (Quelle: www.krebsinformationsdienst.de[2])

  1. Sprechen Sie mit unbedingt Ihrem behandelnden Onkologen. Das mag banal klingen, ist aber wichtig. Denn je nach Art der Therapie, die Sie erhalten haben, entscheidet sich auch, ob und wie Sie mit Ihrem Haustier umgehen sollen.
  2. Auf Tiergesundheit achten. Gesunde Tiere sollten regelmäßig untersucht und entwurmt werden; Haustiere müssen außerdem geimpft sein.
  3. Verhaltensregeln. Tiere sind emotionale Stützen und deshalb sollte eine Lösung gefunden werden, die für alle „Seiten“ akzeptabel ist. Nach direktem Tierkontakt müssen Sie Ihre Hände gründlich waschen und desinfizieren. Die Reinigung von Katzentoiletten oder Vogelkäfigen sollten Sie anderen überlassen. Vermeiden Sie Kratzverletzungen und passen Sie auf, dass die Tiere sie nicht ablecken/küssen. Ausgiebige Streicheleinheiten sind aber ok.
  4. Keine Jungtiere als Neuanschaffung. Babykatzen und Welpen sind zwar niedlich, aber – wie der menschliche Nachwuchs – sehr anfällig für Infektionen. Leider können die Jungtiere auch nicht von Anfang an gegen alle Erkrankungen geimpft werden. Vor, während und auch im Zeitraum nach der Therapie, in dem Nebenwirkungen wie etwa ein schwaches Immunsystem auftreten können, sollten wenn, dann nur erwachsene Tiere mit einem tadellosen Sozialverhalten gewählt werden.
  5. Sonderfall Hochdosis-Chemotherapie/Stammzelltransplantation. In diesem Fall gibt es lange Phasen in denen die Immunabwehr geschwächt ist. Ob und wann ein Kontakt mit Tieren möglich ist sollte also immer mit dem Arzt geklärt werden.

[1] Erwin MD et al. Pets in the home: Impact on allergic disease. Post TW, ed. UpToDate. Waltham, MA: UpToDate Inc. https://www.uptodate.com (Accessed on April 29, 2019.)

[2]https://www.krebsinformationsdienst.de/fachkreise/nachrichten/2016/fk20-tiere-bei-immunsuppression.php

Themen: Beratung
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