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Likes und Lügen: Vorsicht vor „Wundermitteln“ auf Facebook & Co

Univ.-Doz. Dr. Ansgar Weltermann

Foto: LinkedIn Sales Navigator/unsplash
Wenn Sie auf Facebook oder anderen sozialen Netzwerken unterwegs sind, haben Sie gute Chancen, dass Sie schon einmal mit Falschinformationen über Krebs in Ihrer Timeline konfrontiert waren. 2016 bestanden sage und schreibe mehr als die Hälfte der 20 meistgeteilten Krebsartikeln auf Facebook aus medizinisch nicht anerkannten Behauptungen.

Soziale Netzwerke haben eine entscheidende Rolle im Verbreiten von gefährlichen Un- und Halbwahrheiten über Krebserkrankungen und den Therapien – vom vermeintlichen „Wundermittel“ bis zu angeblich „unterdrückten“ Methoden, die allesamt gegen jede Krebsart wirken sollen.

Besonders schlimm und verunsichernd für Patienten sind Falschinformationen über die Strahlen- oder Chemotherapie. Obwohl diese Therapien bereits tausenden Menschen geholfen haben, werden sie als „Gifte“ dargestellt. Das hat ernste Konsequenzen: Patienten, die sich für „alternative“ Methoden entschieden, haben eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit zu versterben wie Menschen, die im gleichen Zeitraum bewährte, wissenschaftlich anerkannte Therapien nutzen. Viele der angepriesenen, höchst dubiosen Angebote sind außerdem extrem kostspielig, nicht selten hinterlassen Menschen nach ihrem Tod einen Berg Schulden.

Krebsforscher Dr. David Robert Grimes zeigt in der britischen Tageszeitung The Guardian ein grundlegendes Missverständnis auf, das all diesen falschen Behauptungen zugrunde liegt: Es gibt nicht einen Krebs, sondern mehr als 200 verschiedene Krebsarten, die durch Veränderungen in den Zellen entstehen. „Krebs ist äußerst komplex und vielfältig. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass eine einzige „Wunderwaffe“ Krebs in all seinen Formen behandeln könnte“, betont Grimes.

Die Verbreitung von Falschinformationen und die Informationssuche in dubiosen Internetquellen zeigt aber auch, dass Forschung und Medizin noch mehr unternehmen müssen, um seriöse Informationen einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Es ist nötig, dass wir alle noch besser über die komplexen Zusammenhänge in der Krebsentstehung und die medizinischen Fortschritte informiert werden - und zwar ganz ohne "Fachlatein", sondern in verständlicher Sprache.

Um online vernünftige Informationen zu finden, empfehlen wir unter anderem diese Webseiten:

  • Krebshilfe Österreich – Auf der Webseite der Krebshilfe Österreich finden Sie zahlreiche Informationen sowie Broschüren zum Download. Außerdem bietet die Krebshilfe kostenlose Beratungsangebote.
  • Krebsinformationsdienst – Diese sehr umfangreiche Webseite wird vom Deutschen Krebsforschungszentrum betrieben. Eine Beratung per E-Mail und Telefon steht ebenfalls zur Verfügung.
  • Medizin transparent – Diese Onlineplattform hinterfragt kritisch Medikamente und Therapien – und zwar über Krebserkrankungen hinaus. Hinter Medizin transparent steht das Wissenschaftsnetzwerk Cochrane Österreich sowie die Donau-Universität Krems.
  • Cochrane Kompakt – Hier haben Sie die Möglichkeit, gezielt nach Studienergebnissen in leicht verständlicher Sprache zu suchen.
  • Onkopedia – Ein Gemeinschaftsprojekt von österreichischen, deutschen und Schweizer Experten zur Information über Krebserkrankungen und deren Therapien sowie über komplementäre und alternative Behandlungsverfahren.
Themen: Beratung, Komplementärmedizin
  • "Ich konnte 1,4 kg Muskelmasse zugewinnen"

    „Das breit gefächerte Angebot der ambulanten onkologischen Rehabilitation, das sogar BIA-Messungen und Leistungsdiagnostik mit einschließt, schätze ich besonders. Ich konnte von erster zu zweiter Reha bereits 1,4 kg Muskelmasse zugewinnen.“ (Nadja Kapeller (36), aus Linz, über die ambulante onkologische Rehabilitation)

  • "Die Rückkehr in den Alltag fällt leichter"

    „Mein Arzt erzählte mir nach Abschluss meiner Darmkrebsbehandlung von der ambulanten onkologischen Reha. Dafür bin ich ihm heute noch sehr dankbar. Mit der Rehabilitation begann der Wiedereintritt in mein Alltagsleben, die Rückkehr zur Normalität. Ich hatte das Gefühl, aktiv an meiner Genesung mitzuwirken.“ (Ingeborg, Teilnehmerin an der ambulanten onkologischen Rehabilitation)

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