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Diagnose Krebs: Was Angehörige tun können (und was lieber nicht)

Mag. Regina Anderl

Foto: Giang Vu/Unsplash
Die Diagnose Krebs ist für die Familie und den Freundeskreis ein großer Schock. Dass Angehörige häufig genauso (mit) leiden wie die Betroffenen selbst und sogar ähnliche Symptome entwickeln können, geht aus vielen Gesprächen hervor.

Die Angst erzeugt Energie, wodurch es schwer ist, die nötige Ruhe zu bewahren. Aus Hilflosigkeit und um nicht tatenlos zu sein, wird recherchiert und der Patient oder die Patientin mit vielen guten Ratschlägen versorgt. Es werden keine Kosten und Mühen gescheut, um die/den Betroffene/n zusätzlich zu den schulmedizinischen Therapien unterstützen zu können. Manchmal entsteht ein richtiger Wettbewerb im Familien- und Freundeskreis auf der Suche nach einem vielleicht noch besseren Therapieangebot bzw. Zusatzmöglichkeiten, um die Heilung zu forcieren. Das Wesentliche – nämlich das Bedürfnis nach Ruhe oder Rückzug bzw. einfach nur der Wunsch nach Dasein des Angehörigen, rückt so ganz schnell in den Hintergrund.

Guter Rat ist wünschenswert

Das sollte allerdings nicht heißen, dass Angehörige gar keine Tipps und Ratschläge geben sollten, die dem Betroffenen weiterhelfen können. Allerdings entscheidet das „Was“ und „Wie“ darüber, ob ein Ratschlag hilfreich für den Patienten oder die Patientin ist.

Schlechter Rat ist teuer

Eine kurze Onlinesuche reicht, um zu sehen, welche Ratschläge kursieren. Neben hilfreichen Ratschlägen und Möglichkeiten von Hilfestellungen, gibt es ein breites, meist sehr kostspieliges und teilweise haarsträubendes Angebot an „Wundermitteln“ und „geheimen Therapien“: Die Kapseln aus Timbuktu, die nur über Umwege erhältlich sind, eine heilsversprechende Kur mit dem Saft einer exotischen Frucht, von der Sie zuvor noch nie etwas gehört haben. Oder diese oder jene Wurzelextrakte, die beim Nachbarn von der Schwester vom Kollegen seiner Schwägerin schon Wunder vollbracht haben sollen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Den Nebenwirkungen und gesundheitlichen Problemen durch diese Mittel leider auch. Betroffene fühlen sich damit oft unter einem ungemeinen sozialen Druck oder setzen auf falsche Hoffnungen und Heilsversprechen.

So können Sie wirklich helfen

Wenn Sie einen Krebspatienten aus ihrer Familie oder aus dem Freundeskreis unterstützen möchten, dann haben wir hier einige Ideen. Diese stammen von den Betroffenen selbst!

  • Nehmen Sie sich Zeit für den Betroffenen und hören Sie einfach zu.
  • Bieten Sie sich als Begleitung für Arztbesuche, Therapietermine oder Psychologengesprächen an. Akzeptieren Sie es aber auch, wenn der Patient dankend ablehnt.
  • Fragen Sie nach den Gedanken, mit denen sich der Betroffene beschäftigt. Was interessiert ihn im Moment?
  • Kochen Sie auf Wunsch und Rücksprache mit dem Patienten seine Lieblingsspeisen. Aber: Generell sollten Sie den Patienten niemals zu etwas zwingen – egal, ob es sich um Speisen, Nahrungsmittel, Säfte, Tees oder Bewegung handelt.
  • Akzeptieren Sie, dass der Betroffene an Müdigkeit leidet. Geben Sie ihm auch die Möglichkeit, Zeit alleine zu verbringen.
  • Vermeiden Sie die „berühmten drei Sätze
  • Vergessen Sie nicht auf sich selbst! Angehörige, die sich überlasten machen dem Betroffenen erst recht Sorgen.
Themen: Beratung, Psychologie und Psychotherapie
  • "Die Rückkehr in den Alltag fällt leichter"

    „Mein Arzt erzählte mir nach Abschluss meiner Darmkrebsbehandlung von der ambulanten onkologischen Reha. Dafür bin ich ihm heute noch sehr dankbar. Mit der Rehabilitation begann der Wiedereintritt in mein Alltagsleben, die Rückkehr zur Normalität. Ich hatte das Gefühl, aktiv an meiner Genesung mitzuwirken.“ (Ingeborg, Teilnehmerin an der ambulanten onkologischen Rehabilitation)

  • "Ich konnte 1,4 kg Muskelmasse zugewinnen"

    „Das breit gefächerte Angebot der ambulanten onkologischen Rehabilitation, das sogar BIA-Messungen und Leistungsdiagnostik mit einschließt, schätze ich besonders. Ich konnte von erster zu zweiter Reha bereits 1,4 kg Muskelmasse zugewinnen.“ (Nadja Kapeller (36), aus Linz, über die ambulante onkologische Rehabilitation)

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    „Das breit gefächerte Angebot der ambulanten onkologischen Rehabilitation, das sogar BIA-Messungen und Leistungsdiagnostik mit einschließt, schätze ich besonders. Ich konnte von erster zu zweiter Reha bereits 1,4 kg Muskelmasse zugewinnen.“ (Nadja Kapeller (36), aus Linz, über die ambulante onkologische Rehabilitation)